Mittwoch, 7. Januar 2015

Drohnenvermessung

Drohnen sind nicht nur HiTech-Spielzeug. Dass einige Modelle sind mit GPS-Empfängern ausgestattet sind und damit notfalls ihren Heimweg selber finden, dürfte ja schon allgemein bekannt sein. 
Spezielle Modelle haben Kameras mit an Board und nehmen während eines vorprogrammierten Flugs sehr viele Oberflächenbilder in hoher Auflösung auf. Auch wenn die Drohne dabei immer wieder die Höhe ändert, werden anhand der GPS-Daten die Bilder am Computer wieder problemlos zusammengesetzt. Selbst mir als Laien fällt die hohe Auflösung sofort auf. Das ist natürlich kein Vergleich zu Google Earth. 
Aus den gewonnen Bilddaten lassen sich dann hochgenaue 2D-Karten generieren und anhand des Versatzes sogar 3D-Modelle erstellen. Damit lassen sich z.B. Volumen um einiges einfacher und schneller bestimmen, als wenn man diese traditionell ausmessen würde. 
Der Flug wird per Software bequem via Laptop und Karte vorporgrammiert.
Mein Arbeitgeber KOPA setzt diese Technik schon eine ganze Weile ein. Zwar war das Matterhorn wie im Video unten noch nicht dabei, aber per Drohne wurden schon viele Projekte vermessen. Die Drohnenvermessung spart dabei viel Zeit und damit Geld für den Auftraggeber.
Die Flüge machen unsere Geomatiker. Bei schönem Wetter sind wir von der Informatiker dann doch etwas neidisch, wenn wieder einer mit dem Drohnenkoffer unter dem Arm die Firma verlässt und wir nicht mit können. 
(Wir müssen dürfen aber dafür sorgen, dass genügend Platz für die vielen Bilder vorhanden ist ;-)
Der Geomatiker montiert vor Ort die Drohne mit wenigen Handgriffen und kann innerhalb Minuten die Vermessung starten. Die Drohne selber wirkt mit ihren Hartschaum-Flügeln durchaus wie die allerorts erhältlichen HitTech-Spielzeuge, sind aber natürlich aufgrund GPS, Kamera und mitgelieferte Software um einiges teuerer. Aufgrund der eingesparten Arbeitszeit lohnt sich hier aber für einen Anbieter von Vermessungen die Anschaffung. 

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